Suchedomina
Feb 15, 2021
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Butch, Dyke, Gold Star: Das kleine Lesben-Lexikon

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Lesben Lexikon

Das Bild, das wir von lesbischer Sexualität, generell von lesbischen Frauen haben, liegt irgendwo zwischen absolut altmodisch und echt rätselhaft! Besorgen es sich zwei Ladys wirklich immer mit Umschnallpenis? Und wie fingert es sich mit megalangen Krallen, wie MANN es aus Pornos kennt? Oder sehen die Girls im realen Leben doch alle aus wie die gute, alte Kampflesbe mit Bürstenhaarschnitt und Cargohose?

Alles Quatsch! Wir räumen heute mal mit längst überholten Klischees auf und erläutern einige der wichtigsten Begriffe der lesbischen Community!

Androgyn: Eine Frau, die sich sowohl feminin als auch maskulin gibt und fühlt.

 

Butch (engl. für Mannsweib): Damen, die sich betont maskulin geben und beim Sex häufig die dominante Rolle einnehmen. Auch bekannt als „Stud“ (engl. für Hengst).

 

Dental Dam (engl. sinngemäß für „Zahn-Damm“): Auch Lecktuch genannt. Dental Dams werden zwischen Mund und Vagina gelegt. In der lesbischen Community verwendet man die dünnen Latextücher, um sich beim Cunnilingus oder Lickjob vor der Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten anzustecken.

 

Drag King: Eine Frau, die sich für eine Performance kunstvoll als Mann verkleidet und männliche Verhaltensweisen überspitzt darstellt. Das Pendant zur von Männern dargestellten Drag Queen.

 

Dyke: Der englische Slangbegriff für Lesbe. Mit dem Begriff „Baby Dyke“ bezeichnet man Frauen, die sich gerade erst als lesbisch geoutet haben

 

Femme (französisch für „Frau“), auch „Lipstick Lesbians“ (englisch für „Lippenstift-Lesbe“): Lesben, die ihre Weiblichkeit nach außen sichtbar zelebrieren, sprich: zum Beispiel lange Haare tragen, sich schminken, High Heels und Kleidern nicht abgeneigt sind. Im Grunde genau die Ladys, die sich bei Pornhub und Konsorten in der Hochglanz-Lesbensex-Kategorie tummeln. Der Begriff „Lipstick Lesbian“ ist allerdings etwas aus der Mode gekommen.

 

Gold Star: Eine lesbische Frau, die niemals mit einem Mann Sex hatte – für viele eine Art „Trophäe“. Der Begriff steht jedoch in der Kritk, da er indirekt bisexuelle und bi-neugierige Frauen abwertet.

 

„Grinden“: So nennen es die Amerikaner, wenn frau sich – beziehungsweise ihre Klitoris – an etwas oder jemandem reibt und dabei erregt wird, zum Teil bis hin zum (klitoralen) Orgasmus. Frau kann sich dabei an der Vagina ihrer Partnerin, am Oberschenkel, am Bauch, Arm, Strap-on-Dildo und – in heterosexuellen Beziehungen – auch am Penis des Spielgefährten schubbern. Die Reibung ist das, was zählt. Auch unter dem Namen „Tribadie“ bekannt.

 

LGBT (auch LGBTIQ): Das Community-Kürzel steht für Lesbisch, Gay (schwul), Bisexuell), Transgender/Transsexual, Intersexuell (Menschen mit angeborenen, nicht eindeutig klassifizierbaren Geschlechtsmerkmalen, die man früher auch Hermaphroditen oder Zwitter nannte) und Queer.

 

Scissoring: Bei dieser Position verhaken sich zwei erregte Frauen mit weit gespreizten Beinen ineinander, eben so, als würde man eine aufgeklappte Schere in eine andere schieben. Dann wird gerieben, eine Vagina an der anderen.

 

Strap-on: Umschnalldildo. Kann beim lesbischen Sex zum Einsatz kommen, muss aber nicht.

 

Tomboy, auch Soft Butch: Frauen mit maskulinem Erscheinungsbild und gleichzeitig femininen Features wie zum Beispiel langen Haaren oder einer Vorliebe für Make-up.

 

Queer: Ein Sammelbegriff für alle, deren sexuelle Orientierung (z.B. lesbisch, schwul oder bisexuell) und/oder deren geschlechtliche Identität (z.B. transgender) nicht der gesellschaftlich anerkannten Norm entspricht.

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