Vorbei die Zeiten, als man zum Beenden einer Beziehung das persönliche Gespräch suchte. Oder einen Brief schrieb. Nicht mal das Schlussmachen per WhatsApp schockiert heute noch jemanden. Denn in Zeiten von Social Media und Dating-Apps erscheinen immer mehr Break-up-Phänomene auf der Bildfläche – und die sind dem Verlassenen gegenüber selten fair.

Ghosting, Benching, Zombieing – die Liste der modernen Arten, einer Partnerschaft den Garaus zu machen – oder aber sie gar nicht erst zustande kommen zu lassen, ist lang. Was aber bedeuten die einzelnen Begriffe?

Ghosting

Bezeichnet das nicht angekündigte Abbrechen jeglichen Kontakts zum Partner. Von heute auf morgen ist der liebste Mensch nicht mehr zu erreichen, egal ob per Anruf, Whatsapp, Facebook oder Instagram. Überhaupt wird der, der sitzengelassen wurde, gerne auf sämtlichen Kanälen blockiert, um so jede Kontaktaufnahme zu verhindern. Auch zu Hause ist der plötzliche Ex-Partner nicht mehr anzutreffen. Er verschwindet einfach ohne jede Spur – wie ein Geist. „Ghosting“ nennt sich dieses Phänomen, das nicht nur boshaft ist, sondern vor allem dem „Geghosteten“  jede Möglichkeit nimmt, mit der Beziehung abzuschließen und aus etwaigen Fehlern zu lernen.

Zombieing

Perfider wird es beim so genannten Zombieing: Nach Wochen oder gar Monaten des Schweigens, kehrt der „Geist“ zurück – als „Zombie“. Wie ein Untoter stellt er der Person, die er ja eigentlich abserviert hat, wieder nach. Liked mal hier ein Bild, teilt mal da ein gepostetes Video und schreibt dann auf einmal wieder SMS. Das kann so weiter gehen, bis der verlassene Partner, der ohnehin schon mit Trennungsschmerz zu kämpfen hat, wieder in Liebe entflammt.

Und jetzt? Handelt es sich tatsächlich um einen Fall von Zombieing, wird der beziehungstechnisch Totgeglaubte gar nichts ändern. Denn er möchte den anderen nicht wirklich zurück. Loslassen will er aber auch nicht recht.

Lässt sich der Zombie-Ex nicht mehr auf Treffen ein und folgen den schönen Worten keine Taten, heißt es: Finger weg!

Benching

Kein wirkliches Schlussmach-Phänomen, trotzdem gemein: Beim so genannten Benching hält man sich einen potenziellen Liebeskandidaten warm – und diesen hin. Mit liebevollen Nachrichten, Herzchen-Kommentaren und vielen, vielen Likes werden Hoffnungen geschürt. Man verabredet sich zu Dates, die in vielen Fällen allerdings nie stattfinden.

Denn für den, der Benching betreibt, ist Verbindlichkeit ein Fremdwort. Er möchte sich sämtliche Optionen offen lassen. Ganz egal, ob er dabei mit den Gefühlen seiner „Opfer“ spielt.

 

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