Suchedomina
Mrz 1, 2021
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Update 2021: Dating Apps im Test

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„Ich parshippe jetzt!“, flötet das süße, 20-jährige Model und blinzelt mit seinen Rehaugen in die Kamera. Puh. Genau. Ob das realistisch ist oder nicht, sei dahingestellt. Fakt ist aber, dass Online-Partnerbörsen wie Parship und ElitePartner nicht gerade hip sind. Und treibt sich nicht eh alle Welt bei Tinder rum?

Wir haben drei neue Alternativen zum Flirt per Swipe getestet!

 

Pickable (kostenlos; für iOs und Android)

Dass Online-Dating für Frauen nicht immer ein Vergnügen ist, ist bekannt: Dreiste „Willst du ficken?“-Sprüche in der ersten Nachricht, Dickpics und generell jede Menge Frechheiten vermiesen weiblichen Singles nicht selten den Flirt-Spaß. Die App Pickable (dt.: wählbar) will dem einen Riegel vorschieben. Mit einem recht schrägen Konzept: Frauen sind hier zu 100 Prozent anonym – sie geben keine Informationen über sich preis und laden kein Foto von sich hoch. Na, und wie sollen die Männer nun entscheiden, ob die Dame ihnen gefällt? Gar nicht! Denn nur die Frauen entscheiden bei Pickable, mit wem sie chatten wollen.

 

Beim Test fiel auf, dass die Fotos der angemeldeten männlichen Singles überdurchschnittlich attraktiv daherkamen, fast schon zu attraktiv. Ob frau es hier wohl wirklich mit echten Singles zu tun hat? Da es die App noch nicht so lange auf dem deutschen Markt gibt, darf man skeptisch sein. Wir lassen uns in der Zukunft gern eines Besseren belehren!

 

Fazit: Gutes Konzept, aber es bleibt fraglich, ob die Idee tatsächlich ankommt.

 

Bumble (in der Basis-Variante kostenlos, für iOs und Android)

Einen ähnlichen Plan wie Pickable verfolgt die Dating-App Bumble: Frauen an die Macht! Jeder kann hier ein Profil erstellen und seinen Account außerdem mit Instagram und Spotify verbinden, für noch mehr persönliche Einblicke! Wie bei Tinder wird auch bei Bumble fleißig hin- und hergeswiped. Gibt es ein Match, hat aber nur die Frau die Möglichkeit, den Mann anzuschreiben. So sollen Macho-Mails vermieden werden. Gute Idee, allerdings kann man ja auch noch in der zweiten und dritten Mail frech werden. Alles schon vorgekommen!

Da Bumble in Deutschland schon seit einigen Jahren genutzt wird, ist die Auswahl an Singles ordentlich. Es gibt also definitiv was zum Gucken.

 

Fazit: Für Frauen wie Männer gleichermaßen spannend. Für SIE, weil sie den Takt angeben kann, für IHN, weil er sich die stressige erste Mail erspart und genüsslich abwarten kann.

 

Joyce (in der Basis-Variante kostenlos, für iOs und Android)

Wer es lieber handfest mag und statt nach der großen Liebe nach erotischen Begegnungen sucht, ist mit Joyce gut beraten. Bei Joyce handelt es sich um die App-Version der Sex- und Swinger-Community JOYclub. Und tatsächlich muss sich die kleine Schwester nicht hinter dem Dating-Giganten verstecken. So tummeln sich im JOYclub knapp 4 Millionen Mitglieder, in der App aber schon 2,5 Millionen User.

Weitere Pluspunkte: Die Geschlechterverteilung ist hier recht ausgeglichen. Zudem finden sich über die App auch alle User der Website.

 

Beim genaueren Hinschauen fällt auf, dass es bei Joyce in erster Linie um die schnelle Kontaktaufnahme geht: Die Chat-Funktion ist gut bedienbar, und unliebsame Zeitgenossen lassen sich schnell blockieren. Gerade für Singlefrauen ein wichtiges Feature.

 

Der Nachteil: Wie auch der JOYclub ist Joyce zum Teil kostenpflichtig. Gratis ist die Kontaktaufnahme per – für alle User sichtbarem – Pinnwandeintrag sowie die Suche nach geeigneten Partnern. Möchte man unbegrenzt Nachrichten verschicken oder den „Unsichtbarkeitsmodus“ nutzen, muss man in die Tasche greifen: Für die Premium-Mitgliedschaft zahlen Erotik-Fans 7,50 pro Woche. Oder sie erwerben Coin-Pakete (ab 5,49 Euro).

 

Fazit: Unbedingt zunächst in der Gratis-Version ausprobieren. Oft kommt man damit schon recht weit. Definitiv eine klasse Option zu Tinder, denn hier dürfte jedem klar sein, dass es um Sex und nicht um die nächste Romanze geht.

 

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