Längst hat der Beauty-Wahn auch die intimsten Bereiche unseres Körpers erreicht. Genügte es früher, frisch geduscht zu sein und die Schamhaar-Lockenpracht ab und an etwas zu stutzen, setzen heute vor allem immer mehr Frauen auf chirurgische Hilfe, um ihre Vaginas noch ansprechender zu machen: Von Schamlippenverkleinerungen, Fettabsaugung am Venushügel oder Schamhaartransplantationen – es gibt nichts, was es nicht gibt. Der neueste Trend in diesem Bereich zielt jedoch nicht nur auf optische Verschönerung ab, sondern soll vor allem das sexuelle Empfinden der Frauen unterstützen. Die Rede ist von so genannten Intim-Aufspritzungen.

 

In einem Gespräch mit BILD.de https://www.bild.de/bild-plus/unterhaltung/erotik/erotik/teure-intim-operationen-fuer-besseren-sex-laesst-sich-lust-aufspritzen-63558316,view=conversionToLogin.bild.html klärt Dr. Jens Altmann, leitender Arzt der Bodenseeklinik und Facharzt für Plastische Chirurgie, welche Möglichkeiten es gibt, für wen sie sich eignen und welcher Effekt sich damit erzielen lässt.

 

Vaginalverengung 

Dabei wird die Vaginalwand der Frau mit einem Filler aus Eigenfett oder Hyaluronsäure aufgespritzt, was zu einer Verengung führt.

Vorteile: Der Eingriff kann unter Lokalanästhesie vorgenommen werden und hinterlässt keine Narben, so Dr. Altmann.

Geeignet für: Frauen, deren Vagina leicht bis mäßig geweitet ist

Möglicher Effekt: „Durch die Vaginalverengung wird die Scheide wieder ‚anschmiegsam‘ und kann für eine intensivere Stimulation sorgen“, sagt Dr. Altmann.

Kosten: ab 500 Euro für Hyaluron, 800 Euro für Eigenfett

 

Vergrößerung der äußeren Schamlippen

Lässt das Volumen der äußeren Labien im Laufe der Zeit nach und ist die Haut leicht erschlafft, kann eine Unterspritzung mit einem Füllstoff für neues Volumen sorgen.

Vorteile: Die Vulvalippen sehen jünger, voller aus.

Möglicher Effekt: Die Errungungsfähigkeit lässt sich mit diesem minimalinvasiven Eingriff nicht steigern, der Effekt ist ausschließlich kosmetischer Natur.

Kosten: ab 750 Euro für Hyaluron, 1000 Euro für Eigenfett.

 

Unterspritzung des G-Punktes

Die Existenz des Gräfenberg-Punkt, auch G-Spot genannt, konnte bis heute nicht eindeutig wissenschaftlich belegt werden. Unterspritzt wird dennoch.

Möglicher Effekt: Durch das Auffüllen mit Fillern soll der G-Punkt verdickt und somit noch sensibler für Berührungen und sexuelle Empfindungen werden.

Kosten: ab 600 Euro für Hyaluron, 1200 Euro für Eigenfett.

 

Patientinnen sollten bedenken, dass der Füllstoff Hyaluronsäure nach einigen Monaten, spätestens nach anderthalb Jahren, vollständig vom Körper abgebaut wird, der Eingriff anschließend wiederholt werden muss. Eigenfett, das der Arzt unter Vollnarkose aus dem Po, dem Bauch oder den Oberschenkeln entnimmt, verbleibt dauerhaft, wenngleich ein kleiner Teil ebenfalls abgebaut werden kann. Für welche Art der Unterspritzung sich eine Interessentin auch entscheidet: Alle Eingriffe sind schmerzfrei, da sie unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

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